DIE NACKTE WAHRHEIT

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Seit mehr als einem Jahr leben wir mit dem Corona-Virus.

Längst hat es uns fest im Griff, bestimmt uns, und die Art und Weise, wie wir leben und leben müssen.

 

Kontrollbesessen versuchen wir, Corona zu bezwingen. Haben wir so große Angst vor diesem Virus? Ist es tatsächlich die Angst, die uns zwingt, eine Maske zu tragen? Uns hinter ihr zu verstecken? Oder verstecken wir uns vor noch viel mehr? Verstecken wir uns vor der Wahrheit, vor der Welt, wie sie ist? Was wir aus ihr gemacht haben?

Auf der anderen Seite zeigen wir alles. Wir legen unser privatestes, unsere Gesundheit, das Wissen über unseren eigenen Körper, offen, nur um ein kleines Stück Freiheit zurück zu erlangen. 

 

Sprechen wir dann noch von Freiheit? Uns wird der Atem genommen, wenn wir hinausgehen. Haben wir uns schon daran gewöhnt, keine Luft zu bekommen? Wir verkriechen uns zu Hause, allein mit unserer Angst. Um noch ein kleines Stück so zu sein wie die anderen, nehmen wir die Maske nicht ab. Ist es rechtens, uns die Individualität zu nehmen? Wann verschwimmen die Grenzen zwischen dem Recht auf die eigene Freiheit und der Kontrolle zum Schutz des Kollektivs?

 

Unsere Welt hat sich verändert – aber tut sie das nicht stetig? Ist es wirklich nur ein Virus, dass uns unsere Freiheit, unsere Selbstbestimmung und letztendlich unsere Individualität raubt? 

 

Mit dieser Fotoserie möchte ich ein Zeichen setzen. Dafür habe ich Menschen in ihrem Zuhause besucht. Entstanden sind dabei 12 Bilder, die von Sehnsüchten, aber auch Erkenntnissen erzählen. Ganz privat, ganz nackt. Pur. Die Maske als einziges Kleidungsstück.